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  Die Batterie Amalfi im Ersten Weltkrieg  Fotos und Besichtigungen mit Führung

Besichtigungen der Festungen 


Der Gemeindebezirk Cavallino-Treporti zeichnet sich außerdem für einen einzigartigen Rekord aus – und zwar für die Zusammenballung von verwahrlosten Militärgebäuden, die errichtet wurden, um anfangs die Herrlichkeiten der Serenissima und während der zwei Weltkriege den Hafen, das Waffenlager und das Industriezentrum zu schützen.

Wer zum ersten Mal diesen Teil der venezianischen Region besucht, dem wird sofort eine Reihe von gleich weit entfernten Gebäuden auffallen, die sich von der flachen und einheitlichen Lagunenlandschaft abheben und auch noch aus zehn Kilometer Entfernung sichtbar sind.

Diese Wachtürme entlang der Via Pordelio bildeten ein Netz für die Beobachtung und Feuerleitung der Küstenartillerie, da sie an der Spitze mit unterschiedlich erforderlichen Geräten für die Berechnung der Entfernungen und die Telemetrie ausgestattet waren.
Zusammen mit diesen auffälligen Anlagen, mit deren Erbauung im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts begonnen wurde, errichteten die Soldaten einige hundert andere Bauten, die bis heute existieren, wie Küstenbatterien, Pulverkammern, Kommandos, Kasernen, Festungen, Luftschutzräume und Unterstände…

Dieser einmalige Immobilienbestand findet weder in anderen Teilen Italiens, noch auf europäischer Ebene ein vergleichbares Gegenstück. Etwas Derartiges ist lediglich am Wall der Normandie vorhanden, - sowohl für die beachtliche Zusammenballung der ehemaligen Militärgebäude, die noch heute im Gebiet vorhanden sind, als auch für die unterschiedlichen Bauweisen.

Diese Bauwerke geben ein beinahe einmaliges Beispiel von der Entwicklung der militärischen Bauten über zwei Jahrhunderte ab: Angefangen bei der majestätischen und imposanten Festung Forte Treporti, die noch auf die österreichische Herrschaft im Jahre 1850 zurückgeht, über das System der Küstenbatterien Anfang des 20. Jahrhunderts (Batterie San Marco, Vettor Pisani und Radaelli), zu den Bauten des 1. Weltkrieges (Batterie Amalfi, Kaserne Ca’Pasquali, Pulverkammer Ca’Vio und Ca’Savio) bis hin zu den jüngsten Strukturen der deutschen Bauweise aus dem zweiten Weltkrieg (Küstenbatterie Nuova und Küstenbatterie Cavallino Nord). Rein architektonisch betrachtet befinden sich an der Küste von Cavallino Festungen mit roten, naturbelassenen Backsteinen, die durch weißen und entgegengesetzten Istrienstein verstärkt wurden (Forte Treporti in Lio Grando), aber auch Bauwerke, wo zum ersten Mal Stahlbeton für den militärischen Zweck verwendet wurde (Batterie Vettor Pisani), sowie die deutschen Bunker im modernen Kubismusstil.

Somit stellt die Küste einen Querschnitt zwischen Geschichte und Architektur dar, die gemeinsam darauf warten wiederentdeckt und aufgewertet zu werden. Im Jahre 1997 wurde ohne gewinnbringendes Interesse die Kulturvereinigung Forti e Musei della costa gegründet, die anfangs von einer Gruppe ortsansässiger Kulturliebhaber angeregt wurde und denen sich später Unternehmer anschlossen, die mit der Welt des Tourismus, der venezianischen und nationalen Geschichte und der Architektur verbunden waren.

Diese Personen (darunter Ingenieure, Architekten, Tourismusfachmänner, Geschichtsforscher und Sammler von Kriegsraritäten) haben sich aus Liebe zu diesem Land zusammengefunden und möchten dieses einzigartige Vermögen aufwerten und vor dem ernsten Problem der Verwahrlosung und dem Verfall bewahren, um es schließlich für den kulturellen und sozialen Gebrauch den Ortsansässigen und Urlaubsgästen zur Verfügung zu stellen. In Erwartung dass die betreffenden öffentlichen Verwaltungen endlich die bürokratischen Schwierigkeiten lösen, arbeitet die Vereinigung an einem Museumsprojekt, dass mit Sicherheit eines der originellsten, interessantesten und umfangreichsten in dieser Region sein wird: Ein neuer Vorschlag, der sich den vielen Schätzen, die die Küste bereits zu bieten hat, anschließen wird! (F.L.) 
  

Zum Herunterladen der Karte mit den Festungswerken und Besichtigungsorten hier klicken

All denjenigen, die vorhaben die Festungen zu besichtigen oder aber die historischen Aspekte vertiefen möchten, empfehlen wir den Führer” Gli artigli del Leon”, Verlag Ermanno Albertelli, Parma 1997 (www.tuttostoria.it
 
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Die Batterie Amalfi im Ersten Weltkrieg

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Fotos und Besichtigungen mit Führung

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